The politics of migration governance in the Gambia

Am 15. September traf sich eine Gruppe von rund 20 Personen, darunter VertreterInnen der gambischen Diaspora, AktivistInnen, JournalistInnen, ForscherInnen und politische GestalterInnen, im Arnold-Bergstrasser-Institut in Freiburg, um über die Migrationsgovernance Gambias zu diskutieren.

Das Programm beinhaltete Präsentationen von Paolo Gaibazzi, Autor des Buches “Bush Bound”, einem zentralen Werk zu Migration in Gambia, und Susanne Schultz, Doktorandin an der Universität Bielefeld, die ihre Arbeit zu Deportierten in Mali und EU-Grenzexternalisierung vorstellte.

Der Workshop umfasste außerdem zwei Paneldiskussionen: eine mit gambischen Diasporamitgliedern, die andere mit politischen Akteuren. Das Diaspora-Panel bestand aus Kawsu Drammeh, Nyima Jadama, Bubacarr Komma und Biran Ngum. Die vier PanelstInnen stellten ihre Perspektiven auf die neue Regierung in Gambia vor dem Hintergrund ihrer unterschiedlichen Lebensläufe und Aufenthaltsstatus dar. Dies umfasste Perspektiven von Personen, die schon lange auf eine Entscheidung über ihren Asylantrag warten, und anderen, die bereits lange in Deutschland wohnhaft sind oder auch nach Gambia zurückgekehrt sind.

Das Panel der PraktikerInnen bestand aus einer Vertreterin der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ), Bettina Fellmer, die derzeit ein Projekt zu skills-training von Geflüchteten leitet, und einem Vertreter des Flüchtlingsrats Baden Württemberg, Julian Staiger. Sie diskutierten ihre Arbeit und die Herausforderungen, denen sie sich ausgesetzt sehen.

Des Weiteren stellten Judith Altrogge and Franzisca Zanker ihren Studienbericht “The Politics of Migration Governance” (auf Englisch) auf dem Workshop vor.

Viele Themen wurden im Laufe des Tages diskutiert, darunter Fragen zur Rolle der Diaspora, der Stellung von GambierInnen in Deutschland, Möglichkeiten neuer, legaler Migrationswege und der Verbindung von Entwicklung und Migration. Schlussfolgerungen konnten über die Wichtigkeit von skills-training vor einer möglichen Rückkehr, der symbolischen sozialen Bewertung von Deportation und Rückkehr und die Wichtigkeit politischer Repräsentation von MigrantInnen im Herkunfts- sowie im Aufnahmeland gezogen werden. Bezüglich Entwicklung unterstrichen die Teilnehmenden die Notwendigkeit von einer Zusammenarbeit mit nicht-staatlichen Akteuren, der Anwendung des „do no harm“ Prinzips in Entwicklungsprojekten und die Entkopplung von Entwicklungskonditionalitäten und Migrationspolitik.

Der Workshop stellte einen ersten Schritt für weiteren Austausch und Kooperation dar.

 

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