Feldforschung in sensiblen Sicherheitskontexten: Einblicke aus China und dem südlichen Mittelmeerraum

Erscheinungsjahr: 
2020
Heft: 
14_1

Forschende, die in sensiblen Sicherheitskontexten arbeiten, sehen sich während ihrer Feldforschung mit zahlreichen Herausforderungen konfrontiert. Ethische Fragen, Themen wie Macht und Repräsentation, aber auch die (Un-)Sicherheit der Forschenden, möglicher InterviewpartnerInnen und der erhobenen Daten sind zu beachten. Dieser Artikel thematisiert die zentralen Herausforderungen sicherheitssensibler Forschungskontexte und erarbeitet anhand zweier Beispiele - China und des südlichen Mittelmeerraums - mögliche Bewältigungsstrategien. Erst diskutieren die Autorinnen kritisch, in welchen Phasen des Forschungsprozesses sowie in welcher Form sich Sicherheitssensibilität manifestiert. Anschließend werden drei Phasen der Feldforschung herausgearbeitet - Vorbereitung, Realisierung und Evaluation - und der Umgang mit Sicherheitssensibilität sowie Fragen von (Un-)Sicherheit erörtert. Abschließend diskutieren die Autorinnen die Implikationen von Feldforschung in sensiblen Sicherheitskontexten für den Forschungsprozess und leiten generelle Handlungsempfehlungen für die Durchführung von Feldforschung in den Sozialwissenschaften daraus ab.

Geografischer Bezug: