MIASA

Das Maria Sibylla Merian Institute for Advanced Studies in Africa (MIASA) ist ein internationales Forschungskolleg an der Universität Ghana in Legon, Accra. MIASA setzt sich für den Abbau globaler Asymmetrien in der Wissensproduktion und eine stärkere Zusammenarbeit von Forschenden aus dem anglophonen und dem frankophonen Afrika ein. Das vorrangige Ziel von MIASA ist, die weltweite Sichtbarkeit der geistes-, sozial- und kulturwissenschaftlichen Forschung von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern aus Subsahara-Afrika zu erhöhen.

 

Aktuelles

Call for Applications

Two German- West African Tandem Fellowships (Junior/Senior) for 3-5 months each at the University of Ghana  for the Academic Year 2020/21, Application deadline: September 30, 2019, 24 h CET

Ten Individual Fellowships (Junior/Senior) for 3-5 months at the University of Ghana for the Academic Year 2020/21, Application deadline: September 30, 2019, 24 h CET

4-month Interdisciplinary Fellow Group (Junior/Senior) at the University of Ghana  in the period from mid-January to June 2021, Application deadline: September 30, 2019, 24 h CET

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Interdisciplinary Fellow Groups (IFGs)

MIASA richtet Interdisciplinary Fellow Groups (IFGs) aus. Die Gruppen werden für einen Zeitraum von etwa vier Monaten zusammenkommen, wobei jede Gruppe aus 8 bis12 WissenschaftlerInnen besteht, die an einer relevanten und innovativen Forschungsfrage im Zusammenhang mit dem Thema "Sustainable Governance" zusammenarbeiten:

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Zu Gast am ABI: Doktoranden von der SDG Graduate School `Performing Sustainability` stellten ihre Forschung vor

Am 17. Juli waren Teilnehmende der DAAD-geförderten SDG Graduate School ‚Performing Sustainability - Cultures and Development in West-Africa‘ zu Gast am ABI. Im Rahmen des zweitägigen Workshops, der ebenso am Freiburg Institute for Advanced Studies (FRIAS) stattfand, haben die Doktoranden ihre in Ghana und Nigeria verorteten Forschungen zu Migration, Landkonflikten und Widerstand gegen die Gruppierung Boko Haram vorgestellt und gemeinsam mit den Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern des ABI diskutiert. Auch die Doktoranden des ABI Michael Cobb und Erik Plänitz haben ihre Promotionsprojekte präsentiert. Das interdisziplinäre Graduiertenkolleg wird von drei Universitäten geleitet: die Universitäten Maiduguri (Nigeria), Cape Coast (Ghana) und Hildesheim (Germany). Alle Forschungsprojekte des Kollegs konzentrieren sich auf innovative Forschung, die Ansätze aus Performance, Kunst und Kultur zusammenführt. Die Forschungsergebnisse sollen zur nachhaltigen Entwicklung in den beteiligten Ländern, wie in den Zielen (Sustainable Development Goals, SDG) der Vereinten Nationen (UN) vereinbart, beitragen. Ein besonderer Schwerpunkt liegt daher auf Fragen der Friedens- und der Konfliktlösung.

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Zu Gast am ABI: Vertreter des STIAS Südafrika

Am Montag, 1. Juli 2019, waren der Direktor des Stellenbosch Institute for Advanced Study (STIAS), Professor Edward K. Kirumira, mit seinem Kollegen Christoff Pauw, Programme Manager am STIAS aus Südafrika zu Besuch am Arnold-Bergstraesser-Institut (ABI). Gleichzeitig waren die MIASA-Direktorin aus Ghana, Professor Abena D. Oduro, und der MIASA-Direktor für Deutschland, Professor Gordon Crawford (UK) zu Gast. Gemeinsam mit den Kolleginnen und Kollegen des ABI haben sie zukünftige Kooperationsmöglichkeiten zwischen dem STIAS und MIASA besprochen. Abends hat der Rektor der Universität Freiburg, Prof. Dr. Dr. h.c. Hans-Jochen Schiewer, die Gäste in der Freiburger Innenstadt willkommen geheißen.

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MIASA Reception @ ECAS8 am 12. Juni 2019

Anlässlich der 8. Europäischen Konferenz für Afrikastudien in Edinburgh veranstaltete MIASA am 12. Juni 2019 einen kleinen Empfang an der University of Edinburgh. Der MIASA-Direktor Deutschland, Prof. Gordon Crawford, und der Präsident des Exekutivrats, Prof. Andreas Mehler, stellten MIASA vor und berichteten über die Aktivitäten im ersten Jahr. Unter den TeilnehmerInnen waren die Mitglieder des Wissenschaftlichen Beirats, Prof. Paul Nugent, Prof. Andreas Eckert, Prof. Birgit Meyer, sowie die Mitglieder des Konsortiums, Prof. Mamadou Diawara (Frankfurt), Dr. Stefan Schmid (Frankfurt) Dr. Susann Baller (DHIP) und Dr. Charlotte Heyl (GIGA). Darüber hinaus trafen sich einige Mitglieder der ersten Interdisziplinären Fellowgruppe von MIASA zu dieser Veranstaltung mit zukünftigen Stipendiaten, Stipendienbewerbern sowie an MIASA-Stipendien interessierten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern. Der Empfang und die Teilnahme an ECAS wurde genutzt, um die Aufrufe zur Beantragung von Stipendien bei MIASA weiter zu verbreiten.
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Mehr Kooperation mit Ghana

ABI-Direktor Andreas Mehler war an der Seite von Rektor Hans-Jochen Schiewer (Universität Freiburg) und Freiburgs Oberbürgermeister Martin Horn in Accra im April 2019 und hat dort das MIASA, die Leitungsebene der University of Ghana und den Bürgermeister von Accra besucht. Die Perspektiven für mehr Kooperation – über das große BMBF-geförderte MIASA-Projekt hinaus – sind ausgezeichnet, berichtet Mehler im Interview.

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International workshop: Issues of Restitution and Repatriation of Looted and Illegally Acquired African Objects in European Museums

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Eröffnungskonferenz: Afrikas Institutionen für nachhaltige Regierungsführung

Das Maria Sibylla Merian Institute for Advanced Studies in Africa (MIASA) hat seine Gründungskonferenz an der Universität von Ghana abgehalten. Unter dem Motto "Afrikas Institutionen für nachhaltige Regierungsführung" fand die Veranstaltung von Donnerstag, 27. bis Freitag, 28. September 2018 statt. An der Konferenz nahmen über 300 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern von Universitäten in Deutschland und ganz Afrika teil. In Grundsatzreden und Plenarsitzungen wurden den Teilnehmenden Themen aus den Bereichen Gender, Demokratie, nachhaltige Energie, Landwirtschaft, Wahlen und Frieden nähergebracht.
Die Pressemeldung zur Eröffnungskonferenz von MIASA in Accra / Ghana finden Sie hier.

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Das Maria Sibylla Merian Institute for Advanced Studies in Africa (MIASA) ist ein internationales Forschungskolleg an der Universität Ghana in Legon, Accra. Das Institut fördert die Zusammenarbeit ghanaischer Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler mit internationalen Kolleginnen und Kollegen über Disziplinen- und Ländergrenzen hinweg. Um dieses Ziel zu erreichen, vergibt das Forschungskolleg Stipendien für Nachwuchsforscherinnen und -forscher sowie für etablierte Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, die in der Projektvorphase von 2018 bis 2020 zu dem übergeordneten Thema Sustainable Governance arbeiten. Governance definieren wir als das Zusammenspiel von informellen und formalen Regeln zur Steuerung öffentlicher Angelegenheiten, eingebettet in soziale, materielle und kulturelle Praktiken des täglichen Lebens. Die drei Forschungsschwerpunkte von MIASA unter dem Hauptthema Sustainable Governance sind: Nachhaltigkeitstransformation, nachhaltiges Konfliktmanagement und nachhaltige Demokratie.

MIASA setzt sich für den Abbau globaler Asymmetrien in der Wissensproduktion und eine stärkere Zusammenarbeit von Forschenden aus dem anglophonen und dem frankophonen Afrika ein. Das vorangestellte Ziel von MIASA ist, die weltweite Sichtbarkeit der geistes-, sozial- und kulturwissenschaftlichen Forschung von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern aus Subsahara-Afrika zu erhöhen.

Das Arnold-Bergstraesser-Institut (ABI) ist gemeinsam mit fünf weiteren Konsortialpartnern aus Deutschland und Frankreich

sowie weiteren Partnern aus Accra (u.a. Kofi Annan International Peacekeeping Training Centre - KAIPTC und The Ghana Center for Democratic Development - CDD-Ghana) und einem Partner in Dakar/Senegal (Centre de Recherches sur les Politiques Sociales - CREPOS), der gleichzeitig als zweiter Standort von MIASA dient, am Aufbau des Forschungskollegs auf dem Campus der Universität Ghana in Legon, Accra beteiligt.

Andreas Mehler, Direktor des Arnold-Bergstraesser-Instituts, ist Vorsitzender des Exekutivrats von MIASA und Initiator des Projekts. Das ABI mit seiner Fach- und Länder-Expertise begleitet MIASA demnach bei der Entwicklung und Ausgestaltung des Forschungsprogramms sowie bei der Identifikation einer Vielzahl von Akteuren aus Wissenschaft und Gesellschaft, die im Netzwerk MIASA tätig sind bzw. sein werden. Das ABI ist darüber hinaus Gastgeber der im Rahmen von MIASA anreisenden Delegationen aus Afrika. Interview mit Andreas Mehler zu MIASA

Der afrikanisch-europäische Wissenschaftsaustausch von MIASA - als viertes Maria Sibylla Merian Centre for Advanced Studies - wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) finanziert, während die Personal-, Verwaltungs- und Betriebskosten vor Ort von der Universität Ghana getragen werden.

Weitere Informationen über MIASA finden Sie unter: https://www.ug.edu.gh/mias-africa/

Parallel zu MIASA wird derzeit ein Afrika-Zentrum für Transregionale Forschung an der Universität Freiburg etabliert. Das Zentrum ist Gastgeber für afrikanische ForscherInnen, die aus eigenem Erkenntnisinteresse und damit thematisch offen ihre Forschungsagenda setzen. Dabei findet im Sinne des neuen Ansatzes eines reziproken Forschens ihre Datenerhebung in Europa statt, um globale und transregionale Phänomene bzw. Herausforderungen aus afrikanischer Perspektive mit Blick auf europäische Empirie zu erforschen. Die Forschungsergebnisse werden von ihnen in Europa präsentiert und open access veröffentlicht, um einer exkludierenden, oft eurozentrischen Wissensproduktion und -verbreitung entgegenzuwirken. Das Afrika-Zentrum plant in diesem Zusammenhang für die kommenden Jahre mehrere international sichtbare Fachkonferenzen und themenspezialisierte kleinere Veranstaltungen in Freiburg und Stuttgart.

Außerdem zielt das Afrika-Zentrum darauf ab, ein differenziertes Bild afrikanischer Wirklichkeit in die breite Öffentlichkeit, die Stadtgesellschaft Freiburg und darüber hinaus, zu etablieren, bspw. im Rahmen der Freiburger Afrikagespräche, die im Juni 2019 in Zusammenarbeit mit dem Colloquium Politicum gestartet sind und der Afrika Filmreihe in Zusammenarbeit mit dem akademischen Filmclub.

Annika Hampel ist Ansprechpartnern für das im Aufbau befindliche Afrika-Zentrum.