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Anas Ansar zu Säkularismus in Bangladesch

Portrait von Anas Ansar und Logo der Zeitung The Daily Star

„Ein Bangladesch, über das wir selten sprechen“

In diesem Artikel für The Daily Star beleuchtet ABI-Mitarbeiter Anas Ansar alltägliche Praktiken des Pluralismus und Säkularismus in Bangladesch.

In Südostasien werden Religion und Identität zunehmend für politische Zwecke instrumentalisiert. In Indien zum Beispiel erklären Vertreter*innen des Hindu-Nationalismus kulinarische Traditionen und individuelles Ernährungsverhalten zu Markern für religiöse Identität, Purität und politische Ansichten. Im benachbarten Bangladesch sind Diskussionen um Säkularismus in medialen Diskursen, aber auch in Debatten um eine Verfassungsreform und in elitär-urbanen Kreisen präsent.

Ansar hebt dagegen ein anderes Bangladesch hervor und zeigt, wie der Alltag in Bangladesch von diesen Debatten abweicht. 

„In ganz Bangladesch kaufen Muslim:innen regelmäßig Süßigkeiten für Milad-Feiern bei hinduistischen Konditoreien; Friseursalons in hinduistischem Besitz sind vor dem Eid-Fest gut besucht, da muslimische Familien dort Schlange stehen, um sich die Haare schneiden zu lassen; und auf Universitätsgeländen haben Generationen von Studierenden gemeinsam Mahlzeiten genossen, die von hinduistischen Caterern zubereitet wurden, ohne jemals die religiöse Identität als Hindernis für Freundschaft oder Zugehörigkeit zu betrachten.“

Er spricht von dieser pluralistischen Ethik als Form des Widerstands, die seit Generationen in Bengal den Aufständen, Spaltungen, Militärregierungen, der Propaganda und den politischen Unruhen zum Trotz gelebt wird. In einem öffentlichen Diskurs, der religiöse Diskriminierung normalisiert, möchte Ansar der gelebten Pluralität Aufmerksamkeit verschaffen.

Der Artikel ist auf der Website des Daily Star abrufbar (EN).

Newstyp:
Medienbeiträge