Was steckt hinter dem Rückführungszug aus Ägypten in den Sudan?
ABI-Mitarbeiterinnen Franzisca Zanker und Dina Wahba beleuchten in The Conversation Ägyptens Programm zur freiwilligen Rückkehr von sudanesischen Geflüchteten.
Seit Juli 2025 verlässt wöchentlich ein Zug Kairo in Richtung Aswan und weiter in den Sudan – als Teil eines offiziellen Rückführungsangebots, welches von den ägyptischen und sudanesischen Behörden als Zeichen der Solidarität und des Wiederaufbaus propagiert wird. Im Sudan herrscht jedoch seit April 2023 ein verheerender Bürgerkrieg. Verschärfte Einreisebedingungen, eine unklare Rechtslage und zunehmender gesellschaftlicher Druck haben für viele Sudanes*innen in Ägypten ein Klima der Unsicherheit geschaffen. Die Rückkehr erscheint vor diesem Hintergrund weniger als freiwillige Entscheidung, sondern als einziger Ausweg. Es bleibt unklar, wie sicher und dauerhaft die Rückkehr in ein kriegszerrüttetes Land wirklich sein kann, welche Rolle dabei internationale Akteure, wie die EU, spielen, und was dies zukünftig für den Schutz von Geflüchteten bedeuten könnte.
Der gesamte Artikel ist auf der Webseite von The Conversation verfügbar.
Der anhaltende Krieg im Sudan und die Folgen für die Zivilbevölkerung sind im ABI-Team immer wieder Thema und Anlass für Publikationen.
Wir verweisen deswegen auf
- ein aktuelles Interview von Clara Taxis mit dem Menschenrechtsanwalt Nour Khalil, Direktor der Refugees Platform Egypt (RPE) auf Qantara.de
- ein Video aus der Knowledges in Dialogue-Serie des Postcolonial-Hierarchies Teams, in dem Ilaaf Alaaeldin und Mai Ali Shatta von der sudanesisch-feministischen BANA GROUP über ihre Arbeit berichten
und unsere Literaturliste zum Sudan, die historische und aktuelle Bezüge und Perspektiven bietet.