Die Mitglieder der Bana Group mit Mitarbeitenden des ABI
| © ABIAm 19. Mai begrüßte das ABI Mai Shatta und Ilaaf Alaaeldin, Aktivistinnen für Menschenrechte und Frieden von der Bana Group for Peace and Development für einen Austausch über den anhaltenden Krieg im Sudan. Die 2017 gegründete Bana Group hat es sich zur Aufgabe gemacht, Frauen zu stärken und einen sicheren Rahmen für den Wiederaufbau ihrer Communities zu schaffen. Angesichts des zunehmend gewalttätigen Konfliktes und den Menschenrechtsverletzungen im Sudan sind ihre Arbeit und ihr Eintreten für marginalisierte Stimmen wichtiger denn je.
Die Situation im Sudan verschlechtert sich zunehmend, Gewalt, Missbrauch, Vergewaltigungen und Zerstörung nehmen zu. Der Krieg ist zu einer politischen, ökologischen und humanitären Katastrophe geworden. Dörfer wurden niedergebrannt, Exporte und Bewässerungsprogramme kamen zum Erliegen, Infrastruktur wurde dem Erdboden gleichgemacht. Über 12,4 Millionen Menschen wurden gewaltsam vertrieben, Tausende mehr getötet. Die Bana-Aktivistinnen plädieren ausdrücklich dafür, die Stabilisierung des Sudans zu priorisieren und politische Maßnahmen zu ergreifen, um einen Frieden in dem vom Krieg gezeichneten Land zu erreichen.
Die Bana Group bietet Expertise und eine seltene Perspektive auf diesen Krieg und seine furchtbaren Auswirkungen. Sie verstehen den Konflikt und die weitreichenden Folgen und apielen als eine der wenigen feministischen Gruppen, die vor Ort arbeiten, eine wichtige Rolle. Die Gruppe hat mit Forgotten Voices einen Dokumentarfilm produziert, der auf Zeugnissen des Krieges beruht und die Vertriebenen in den Vordergrund stellt. Der Film wurde am Sonntag, den 18. Mai, von Amica im Kommunalen Kino Freiburg gezeigt.
Im Anschluss an die aufschlussreiche Diskussion und den Austausch interviewte Miriam Bartelmann die zwei Bana-Aktivistinnen für einen Beitrag in der virtuellen Enzyklopädie des Projekts Postcolonial Hierarchies in Peace and Conflict. Das ABI bedankt sich für den Besuch und die einzigartige Perspektive.