Beitrag in der ZeFKo

Von Dimensionen der Ungleichheit, Konflikten auf Dauer und dem Wissen vom Kontext: Staat und Gewalt in Dekolonialer Perspektive

Private Milizen, kriminelle Banden und repressiv vorgehende Militärs sind in lateinamerikanischen Gesellschaften fast alltäglich geworden. Dieser Beitrag lotet aus, inwiefern eine dekoloniale Analyse aus lateinamerikanischer Perspektive zum Verständnis der Zusammenhänge zwischen staatlicher Herrschaft und anhaltenden Gewaltphänomenen beiträgt. Der Artikel will zeigen, wie sich die Diskussion um Decolonialidad mit der Forschung zu Staat und Gewalt verbinden lässt. Zunächst nähert sich der Beitrag dem Gegenstand von zwei Seiten an, ausgehend von 1. der Diskussion um Decolonialidad und 2. der Diskussion um den Staat. Die entsprechenden Autor_innen sind nicht in der bekannten Diskussion um Decolonialidad um die Gruppe Modernidad/Colonialidad beheimatet, sondern verbinden deren Wissenskritik mit materialistischen Ansätzen zum Staat. Der Aufsatz geht damit über die bekannteren dekolonialen Zugänge hinaus. Im Folgenden werden diese Ansätze auf das Verhältnis von Gewalt, Kriminalität und der Rolle des Staates bezogen. Zuletzt geht der Artikel darauf ein, welche Konsequenzen die Diskussion um Decolonialidad für konkrete Forschungspraktiken in der Friedens- und Konfliktforschung hat.

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