Im Tagesspiegel-Artikel „Wie frei ist die Wissenschaft beim Thema Nahost?“ wird Benjamin Schütze zu seinen Erlebnissen als Organisator einer wissenschaftlichen Konferenz befragt.
Neben Kolleg*innen wie Katrin Kinzelbach vom Academic Freedom Index, dem Politologen Roy Karadag, dem Direktor des Max-Planck-Instituts für ausländisches und internationales Privatrecht Ralf Michaels, Daniel Schönpflug vom Wissenschaftskolleg zu Berlin (Wiko) und Hanna Pfeifer von der Universität Hamburg spricht Benjamin Schütze über seine EInschätzung zur Wissenschaftsfreiheit in Deutschland.
Konkret geht es um Ereignisse im Vorfeld der DAVO-Konferenz 2025 in Erlangen. Schütze hatte gemeinsam mit anderen ein Panel zur Nahostforschung „in Zeiten genozidaler Politik“ organisiert und einen eigenen Vortrag geplant mit dem Titel: „Supporting (plausible) acts of genocide: Red lines and the failure of German Middle Eastern Studies“. Daraufhin erhielt er einen Brief des Antisemitismusbeauftragten der Universität Erlangen, der ihm nahelegte, den Begriff Genozid nicht zu verwenden und gleichzeitig darauf hinwies, man hätte den Oberstaatsanwalt informiert.
Auch wenn am Ende nichts Justiziables festgestellt werden konnte, schlossen Panel-Mitglieder eine Rechtsschutzversicherung ab und eine Forscherin habe ihre Teilnahme am Panel aus Angst vor Problemen ganz abgesagt, so Schütze.
Eine ausführliche Darlegung des Vorfalls hatte Schütze bereits im Januar in der taz veröffentlicht.
Auf Tagesspiegel.de ist der Artikel hinter einer PayWall verfügbar: https://www.tagesspiegel.de/wissen/das-war-eine-drohung-und-versuchte-zensur-wie-frei-ist-die-wissenschaft-beim-thema-nahost-15367479.html