Kenia möchte Flüchtlingslager schließen: Chancen und Risiken des neuen Plans
Gemeinsam mit Franzisca Zanker hat Edwin Mutyenyoka basierend auf ihrer Forschung im PolMig-Projekt einen Artikel in The Conversation verfasst.
Kenia beherbergt beinahe eine Million Geflüchtete, die hauptsächlich aus dem Südsudan und Somalia kommen. Viele von ihnen leben seit Jahrzehnten in Flüchtlingslagern.
Jetzt strebt das Land einen grundlegenden Wandel in der Flüchtlingspolitik an. Die kenianische Regierung und die United Nations Refugee Agency (UNHCR) haben den sogenannten ,Shirika-Plan' entwickelt und im März 2025 auf den Weg gebracht. Das Ziel ist es, Geflüchtete langfristig aus den Langzeitlagern herauszuholen und sie in die Gesellschaft zu integrieren.
Der Shirika-Plan zielt darauf ab, das lagerbasierten System, das größtenteils von der UN kontrolliert wird, hin zu einem von der Regierung geleiteten Modell zu verändern, bei dem die Einbindung in die lokale Wirtschaft im Mittelpunkt steht. Der Plan ist ein Nebenprodukt des kenianischen Refugee Act von 2021, welcher darauf ausgerichtet ist, Geflüchtete besser einzubeziehen und zu schützen.
Der Shirika-Plan sieht vor, Lager in von Bezirken verwaltete Gemeinden umzuwandeln. An Orten, an denen Geflüchtete untergebracht sind, wird in Straßen, Wasserversorgung, Gesundheitsversorgung und Bildung investiert. Die Maßnahmen sollen sowohl den Geflüchteten als auch den Aufnahmegemeinden zugutekommen.
Die gesamte Analyse auf der Webseite von The Conversation zeigt die Risiken und Vorteile des Plans auf.