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Franzisca Zanker zum Austritt der Sahelstaaten aus ECOWAS

Portrait von Franzisca Zanker und Logo von The Conversation

Zusammen mit Amanda Bisong and Leonie Jegen hat ABI-Mitarbeiterin Franzisca Zanker einen Artikel zum Austritt der Sahelstaaten aus der ECOWAS in The Conversation veröffentlicht. Die Autorinnen diskutieren, wie die Spaltung die Bewegungsfreiheit und die regionale Legitimität auf die Probe stellt.
 

Vor einem Jahr sind die neuen Regierungen in Niger, Mali und Burkina Faso offiziell aus der Westafrikanischen Wirtschaftsgemeinschaft (Economic Community of West African States (ECOWAS)) ausgetreten. Zuvor bildeten die drei Staaten die Allianz der Sahelstaaten (AES). Die Spaltung erfolgte aufgrund diplomatischer Spannungen im Zusammenhang mit Militärputschen in den drei Ländern. Einer der zentralen Bereiche, der von den Austritten betroffen ist, ist der Bereich der Migration und der Bewegungsfreiheit, da die ECOWAS das Reisen ohne Visum ermöglicht. Die Reisefreiheit ist derzeit zwar noch gegeben, jedoch betonen Zanker, Bisong und Jegen, dass sich dies jetzt schon rasant ändert.

Bürger*innen, die zur Sicherung ihres Lebensunterhalts Ländergrenzen überqueren, sind bereits jetzt mit Schwierigkeiten konfrontiert. Striktere Einreisebestimmungen, neue Passdesigns und Identitätssysteme führen zu zunehmender Unsicherheit und steigenden Kosten. Darüber hinaus hat der Austritt der Sahel-Allianz institutionelle Schwächen der ECOWAS offen gelegt und so ihre Legitimität und Stärke in Frage gestellt. Sie kommen zu dem Schluss: „Die ECOWAS muss sich ihrer Legitimitätskrise stellen, wirksame Reformen umsetzen und sich wieder mit den Realitäten des Alltagslebens in Westafrika auseinandersetzen.“

Der Artikel ist auf der Webseite von The Conversation auf Englisch verfügbar. Eine französische Übersetzung ist ebenfalls verfügbar.

Newstyp:
Medienbeiträge