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Gen Z-Bewegungen in Bangladesch und darüber hinaus

Portraits von Dina Wahba, Anas Ansar und Teresa Jopson sowie das Logo der Heinrich-Böll-Stiftung.

Die ABI-Mitarbeitenden Dina Wahba, Teresa Jopson und Anas Ansar haben an einem Dossier zu Gen Z-Protesten bei der Heinrich-Böll-Stiftung mitgewirkt.
 

In ihrer Einleitung zum Dossier mit dem Titel „Sharing the Gen Z Struggle“ untersuchen Dina Wahba und Teresa Jopson Jugendbewegungen in Südostasien und Nordafrika indem sie ihre Bedingungen wie Korruption, Repression sowie den Verlust von Würde vergleichen, die die Bewegungen miteinander teilen. Gleichzeitig betonen sie, dass diese ähnlichen Bedingungen nicht identische Politiken produzieren, sondern vielmehr miteinander verbundene Kämpfe erzeugen.

Sie zeigen, wie Gen Z Aktivist*innen versuchen, die Ungerechtigkeiten der Politik offenzulegen und in die Öffentlichkeit tragen, indem sie sich weigern, Straffreiheit als Normalität hinzunehmen. Beispielsweise ziehen sie Institutionen öffentlich dafür zur Verantwortung, Bürger*innen als austauschbar zu behandeln, anstatt sie zu schützen. So stellen sie zentral ihre Legitimität infrage. Indem sie ein öffentliches Archiv gegen Verleugnung und Vergessen aufbauen, legen sie den Grundstein für eine Dynamik, die den Wandel vorantreibt.

Obwohl Gen Z-Bewegungen sehr vielfältig sind und keinesfalls dieselben Privilegien teilen, kommunizieren sie zunehmend über gemeinsame Repertoires, beispielsweise durch Anspielungen auf die Popkultur. Diese gemeinsamen Elemente, die sich durch die verschiedenen internationalen Bewegungen ziehen, regen die politische Vorstellungskraft an und erweitern diese – in einer Zeit, in der sie selbst unter Druck steht.

In seinem Report zu den Aufständen vom Juli 2024 in Bangladesch mit dem Titel „From Screens to Streets: Decoding Bangladesh’s Gen Z July Uprising“ fokussiert sich Anas Ansar auf die Eigenschaften von gegenwärtigen Jugendbewegungen, etwa kreativen und digitalen Widerstand. Indem er beleuchtet, wie sich die wochenlangen Proteste in Bangladesch konkret entwickelten, beispielsweise durch kreative Interventionen, die eine zentrale Rolle bei der Aufrechterhaltung der Bewegung spielten, zeigt er, wie junge Menschen eine Revolution erleben, darauf reagieren, und vor allem, wie sie mit ihr leben. So erläutert er letztlich, welche Veränderungen Gen Z-Bewegungen in der Politik erreicht haben, und welche übergreifenden Auswirkungen dies auf den demokratischen Prozess in Bangladesch (und darüber hinaus) hat.

Das gesamte Dossier mit der Einleitung und dem Report ist auf der Webseite der Heinrich-Böll-Stiftung verfügbar.

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