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Helga Dickow als Assoziierte weiter am ABI

Franzisca Zanker und Helga Dickow im Foyer des ABI

Franzisca Zanker überreicht das Geschenk der Kolleg*innen an Helga Dickow.

| © ABI

Das ABI verabschiedet Helga Dickow als wissenschaftliche Mitarbeiterin. Wir wünschen ihr alles Gute für ihren neuen Lebensabschnitt. Gleichzeitig freuen wir uns sehr, dass sie uns nicht verlässt, sondern als assoziierte Mitarbeiterin weiterhin Teil des ABI ist. 

Erstmals begann Helga Dickow ihre Tätigkeit am ABI 1988 als wissenschaftliche Hilfskraft. 1995 promovierte sie In einem von der DFG geförderten Forschungsprojekt unter der Leitung von Professor Theodor Hanf zu ethnischen und religiösen Konflikten in Südafrika, Libanon und Sri Lanka. In ihrer Dissertation untersuchte sie den Einfluss von Religion und Glauben sowohl als Rechtfertigung von Apartheid sowie als Mittel im Kampf gegen Apartheid in Südafrika. Die Arbeit wurde unter dem Titel „Das Regenbogenvolk. Die Entstehung einer neuen civil religion in Südafrika“ bei Nomos veröffentlicht. Als Post-Doc verbrachte sie mehrere Monate als Jill Nattrass Research Fellow an der University of Natal, Durban und an der Rhodes University in Grahamstown, dem heutigen Makhanda. 

Weitere Stationen führten Helga Dickow als wissenschaftliche Mitarbeiterin an das DIPF, dem heutigen Leibniz-Institut für Bildungsforschung und Bildungsinformation nach Frankfurt, sowie als Referatsleiterin für das Diakonische Werk nach Stuttgart. Im Anschluss war sie mehrere Jahre für die Gesellschaft für Technische Zusammenarbeit (heute GIZ) in einem Bildungsprojekt im Tschad tätig, bevor sie 2004 ans ABI zurückkehrte. 

Verfolgte sie zunächst parallel ihre Forschungsschwerpunkte Tschad und Südafrika (unter anderem mit einem Forschungsprojekt zu evangelikalen und charismatischen Kirchen in Südafrika), konzentrierte sie sich langfristig auf den Tschad. Hier führte sie in vier Städten die erste Meinungsbefragung zu ethnischen und politischen Konflikten durch (2004/2005). Zehn Jahre später konnte sie die Befragung in einem von der Robert-Bosch-Stiftung geförderten Projekt zu Laizität und Islamisierung im Tschad wiederholen. Desweiteren war sie in angewandten Projekten für verschiedene Geber im südlichen und zentralen Afrika tätig. Sie veröffentlichte Artikel in wissenschaftlichen sowie in Online-Journals und war eine gefragte Interviewpartnerin zu politischen Entwicklung im Tschad. Und nicht zuletzt ist sie eine passionierte Fotografin.

Helga Dickow bleibt im Rahmen ihrer Projekte und Beratungsaufträge weiterhin aktiv. Auch für Presseanfragen steht sie gerne zur Verfügung.

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