Der Krieg im Sudan wirkt sich auch auf Nachbarstaaten aus
ABI-Assoziierte Helga Dickow beleuchtet im Interview mit der KNA bei der Evangelischen Zeitung die Folgen des Krieges in Darfur für den Tschad.
Geflüchtete aus Darfur gehören im Osten des Tschad seit Jahrzehnten zum Alltag. Die aktuellen Entwicklungen seit Ausbruch des Krieges 2023 im Sudan jedoch schätzt Dickow als besorgniserregend ein – auch für den Tschad: „Es besteht die große Sorge, dass die Konflikte zwischen den verschiedenen ethnischen Gruppen in den Tschad übertragen werden. Schließlich leben die verschiedenen Gruppen hier auch. Konflikte könnten sich vor allem zwischen Jugendlichen entzünden“. Denn der Bürgerkrieg im Tschad begann 1979 mit Konflikten zwischen Schülern, diese Erinnerungen wirkten bis heute nach, so Dickow. Darüber hinaus sei die Bevölkerung unter der auoritären Herrschaft Mahamat Débys zunehmend frustriert – Provokationen könnten auf fruchtbaren Boden fallen.
Der Artikel ist auf der Webseite der Evangelischen Zeitung verfügbar.