Religionsdialog mit staatlichem Segen
Für das Online-Medium Weltsichten schreibt Katja Dorothea Buck über ein neues Format des interreligiösen Dialogs im Tschad. Ausführlich zitiert sie in ihrem Beitrag die ABI-Expertin Helga Dickow.
Dass die neue Plattform Einfluss auf die Auseinandersetzungen mit Boko Haram am Tschadsee haben wird, bezweifelt sie. „In der Zusammenarbeit der Religionen ging es bisher immer um das Zusammenleben von Muslimen und Christen im Land und weniger um die Frage nach dem Umgang mit extremistischen Gruppen.“ Diese sind im Tschad nur sehr begrenzt in der Region des Tschadsees aktiv. Immer wieder kommt es dort zu Angriffen auf Armeeposten, bei denen auch Zivilisten getötet werden.
Derzeit ist die Region für Medien gesperrt, so dass niemand unabhängig berichten kann, um was es in dem Konflikt geht und wer daran beteiligt ist. „Inoffiziell wird auch von Rebellen gesprochen, die gegen die Regierung Déby opponieren“, sagt Dickow. Mit den Konflikten zwischen Nomaden und sesshafter Bevölkerung um Weide- und Ackerland wie in anderen Ländern der Sahelzone haben die Überfälle in dieser Region aber ihres Wissens nur wenig zu tun.“
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