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Jamila Hamidu beim Screening von "When Women Speak"

Szene aus der Diskussion. Zwei Frauen sitzen sich gegenüber. Im Hintergrund sind weitere online dazu geschalten.

Jamila Hamidu (links) bei der Diskussion.

Zum Anlass des 8. März organisierten mehrere Initiativen und Vereine, darunter der Migrantinnenbeirat der Stadt Freiburg, die Ghana Union Freiburg und das Forum internationaler Frauen BW ein Filmscreening von "When Women Speak" im Kommunalen Kino Freiburg. ABI-Mitarbeiterin Jamila Hamidu war als Diskussionsteilnehmerin vor Ort. 
 

Der Dokumentarfilm von Aseye Tamakloe zeichnet die Geschichten von 16 ghanaischen Frauen nach, die in den 1960er- und 1970er-Jahren erwachsen wurden. Er folgt ihren Erfahrungen, während Ghana verschiedene politische Phasen durchlief: Militärherrschaft, Einparteienherrschaft und Mehrparteienherrschaft. Diese Frauen waren im öffentlichen Leben prominent – in der Justiz, den Medien, der Wissenschaft, der Politik sowie in verschiedenen staatlichen und nichtstaatlichen Organisationen für Frauen. Ihre Geschichten beleuchten die Themen, um die sich Frauen organisiert haben, sowie ihre Formen des Aktivismus und der Interessenvertretung im In- und Ausland während der sogenannten „verlorenen Jahrzehnte“. Sie stellen die weit verbreitete Vorstellung infrage, dass Geschlechteraktivismus ein aus dem „Westen“ importiertes Konzept sei, das erst mit der Wiederherstellung der Mehrparteiendemokratie 1992 seinen Weg nach Ghana fand. 

Jamila Hamidu war an der Diskussion nach dem Screening, gemeinsam mit Kirstie Angstman (Ghana Union) und Aseye Tamakloe (Produzentin des Films), beteiligt. Dabei teilte sie ihre Expertise zur Handlungsfähigkeit afrikanischer Frauen in der prä-kolonialen Ära: „African women had agency. They led Kingdoms, they governed. They also expanded state“. Sie hob dabei besonders hervor, wie unter weiblicher Führung jahrzehntelang politische Stabilität herrschte. Durch den patriarchalen Kolonialismus und auch nach seinem formalen Ende wurde die Handlungsfähigkeit von Frauen jedoch global, nicht nur in Afrika, unterdrückt. In den letzten Jahrzehnten jedoch gewinnen afrikanische Frauen immer mehr an Handlungsmacht, und das nicht nur im politischen Bereich: „We are on the rise, one way or the other.“

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