Direkt zum Inhalt

Migrationserfahrungen türkischer Ärzt*innen in Deutschland

Foto: Jerome Dahdah. License: CC BY-NC-ND 2.0 Deed
© Jerome Dahdah on Flickr | CC BY-NC-ND 2.0 Deed

ABI-Assoziierter Erkan Tümkaya hat einen Artikel in Mobilities veröffentlicht. Der Artikel basiert auf den Ergebnissen seines Postdoc-Projekts mit dem Titel „Die Paradoxien der privilegierten Mobilität: Hoffnung und Warten bei türkischen Ärzt*innen im heutigen Deutschland“ am Arnold-Bergstraesser-Institut.
 

Türkische Ärzt*innen gehören zu den Berufsgruppen, die durch das Blue-Card-Programm der EU privilegierten Zugang zu einem Visum haben. Ihre tatsächlichen Migrationserfahrungen zeigen jedoch, dass sie zwar hinsichtlich ihrer Mobilität privilegiert sind, jedoch gleichzeitig bürokratischen Unsicherheiten ausgesetzt sind.

In seinem Artikel konzentriert sich Tümkaya zunächst darauf, wie diese Unsicherheiten im Zusammenhang mit der Migrationsmobilität entstehen, beispielsweise durch unüberlegte und willkürliche Entscheidungen von Regierungsbeamten, oder durch die fast apathische Gleichgültigkeit der Beamten gegenüber Antragsteller*innen. Eine weitere Rolle spielen auch die Verweigerung des Zugangs zu Informationen und die Auferlegung vager Fristen. Anschließend untersucht er, wie türkische Ärzt*innen und ihre Familien mit den sozialen, wirtschaftlichen und emotionalen Auswirkungen der Unsicherheiten umgehen. Sein Fazit: Hochqualifizierte Fachkräfte genießen zwar privilegierte Mobilität, dies führt aber nicht automatisch zu Vorteilen oder Erleichterungen im bürokratischen Kontext der Migration.

Der Artikel ist bei Taylor & Francis verfügbar.

Newstyp:
Allgemeine Neuigkeiten