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Neuer Beitrag in der Online-Enzyklopädie: Decolonial Peace & Resistance Theory

Das Logo vom Postcolonial Hierarchies Network und ein gesticktes Kunstwerk mit den Worten "La paz la escribimos entre todxs"

“Wir schreiben den Frieden gemeinsam”, Kunstwerk: Des-tejiendoMiradas/(Un-)Stitching Gazes   

Jenseits eurozentrischer Vorstellungen von Frieden
 

In diesem neuen Eintrag in der Online-Enzyklopädie „Rewriting Peace and Conflict” des Postcolonial Hierarchies Netzwerks untersucht Nijmeh Ali dekolonialen Frieden als Theorie des Widerstands und der Gerechtigkeit. 
 

Nijmeh Ali ist wissenschaftliche Mitarbeiterin am National Centre for Peace and Conflict Studies der University of Otago. Sie war in der Vergangenheit schon zu Gast am ABI und wurde u.a. in der Interviewreihe [in dialogue] des Postcolonial Hierarchies Netzwerks interviewt. Das Video-Interview mit ihr ist auf YouTube verfügbar. Ali trägt zur Online-Enzyklopädie mit einem Eintrag zu dekolonialem Frieden und Widerstandstheorie bei. Sie hinterfragt vorherrschende Narrative von Frieden und strebt an, Frieden als einen dynamischen und fortwährenden Prozess des Widerstands, der Reparationen und der Transformation neu zu definieren.

Sie kritisiert liberale, eurozentrische Friedenskonzepte, die den Aufbau von Staaten und politische Ordnung in den Vordergrund stellen, dabei jedoch strukturelle Gewalt und koloniale Vermächtnisse übersehen, die weiterhin die Lebensrealität kolonialisierter und ehemals kolonialisierter Völker prägen. Als Antwort darauf fordert sie einen dekolonialen Frieden als Rahmenkonzept, das auf Gerechtigkeit, historischer Aufarbeitung und indigenen Erkenntnistheorien basiert:

"Decolonial peace is neither utopian nor prescriptive; it is a living, evolving theory of resistance, justice and radical possibility. It rejects the restoration of colonial orders masked as stability, and instead demands the centring of silenced epistemologies, repressed histories and insurgent imaginaries. Rather than offering technical fixes or policy frameworks, it calls for a fundamental reordering of the world – socially, politically and ontologically."

Anhand des palästinensisch-israelischen Kontexts als Fallstudie zeigt der Beitrag, wie dekoloniale Perspektiven dauerhafte Strukturen der Enteignung und epistemischen Gewalt aufdecken und hinterfragen können. Der Beitrag ist auf der Website der Online-Enzyklopädie verfügbar.

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