ABI Working Paper N° 29: What is the political agency of migrants? Towards a non-Eurocentric framework of understanding
Von Franzisca Zanker
Dieser Beitrag entwickelt eine relationale, nicht-eurozentrische Konzeptualisierung der politischen Handlungsfähigkeit von Migrant*innen. Er plädiert für einen „Balance-of-Stories“-Ansatz zum Verständnis politischer Handlungsfähigkeit. Bei diesem werden die historisch kontextualisierten empirischen und alltäglichen Erfahrungen der migrantischen Akteure berücksichtigt.
In Anknüpfung an frühere Forschungsarbeiten zur Handlungsfähigkeit von Migrant*innen untersucht der Beitrag, was politisch ist und wer als Migrant*in gilt. Die Autorin argumentiert, dass Migrant*innen innerhalb heterogener, intersektionaler Kollektive agieren und dass das Politische nicht nur in formalen Arenen zum Tragen kommt, sondern auch in alltäglichen Praktiken, die Migrant*innen als für sich selbst bedeutsam definieren.
Politische Handlungsfähigkeit ist eine intersektionale Erfahrung, die entsprechend (angestrebten) transformativen Absichten individuell definiert werden sollte. Unter Rückgriff auf afrotheoretische Perspektiven und relationale Methoden hinterfragt der Beitrag normative Annahmen über politische Subjektivität und trägt zur konzeptionellen Klärung des bisher theoretisch unterbelichteten Feldes der Handlungsfähigkeit von Migrant*innen jenseits des Globalen Nordens bei.
Das Working Paper zum Download (PDF auf Englisch):
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