Die Verwundbarkeit der VAE im regionalen Konflikt
In einem Beitrag für Atlas Broadcasting beleuchtet ABI-Mitarbeiter Philipp Wagner die Auswirkungen des regionalen Krieges zwischen den USA und Iran auf die Sicherheitslage und Energieversorgung der VAE.
Als enger US-Verbündeter gerieten die VAE ins Visier iranischer Drohnen- und Raketenangriffe, bemühten sich jedoch zugleich um diplomatische Deeskalation gegenüber dem Iran. Von besonderer Bedeutung ist der iranische Drohnenangriff auf das Kernkraftwerk Barakah bei Abu Dhabi, das bis zu einem Viertel des Strombedarfs der VAE deckt. Neben dem Kernkraftwerk setzen die VAE auch auf andere Formen der Stromerzeugung, darunter wachsende Kapazitäten an Solar- und Windenergie. Wagner betont jedoch, dass die „symbolische Dimension des Drohnenangriffs vom Mai 2026 nicht unterschätzt werden sollte“ und der Angriff zeige, „wie Nuklearanlagen in militärischen Konflikten immer wieder zu Zielen werden“.
Wagner verweist zudem auf die wirtschaftlichen Folgen der zeitweisen Schließung der Straße von Hormus. Die Versicherungskosten für die Schifffahrt stiegen deutlich, während die Öl- und Gasexporte der VAE zurückgingen. Zwar haben sich die Exporte inzwischen wieder erholt, doch, wie Wagner feststellt, haben Investoren „nach dem Waffenstillstand in Bereichen wie dem Immobilien- und Energiemarkt der VAE teilweise wieder Vertrauen gefasst, dieses bleibt jedoch fragil“.
Der Artikel ist auf der Website von Atlas Broadcasting zu lesen (auf Englisch).