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Roundtable zu Energiegerechtigkeit in der Arabischen Welt

Protest-Graffiti in Gabès, Tunesien, wo im Februar 2025 große Proteste stattfanden.

Protest-Graffiti in Gabès, Tunesien, wo im Februar 2025 große Proteste stattfanden.

| © Muzna al-Masri

Macht, Solar-Panels, Pipelines und Menschen: Diskussionsrunde zum Thema Energiegerechtigkeit in der arabischen Welt

Im Rahmen der Konferenz des Arabischen Rates für Sozialwissenschaften in Beirut am 15. Mai 2025 diskutierte Benjamin Schütze mit Alaa Shehabi, Muzna Al-Masri, Hamza Hamouchene, Eric Verdeil, Zeina Abla, Abaher Elsaka, Dana Abi-Ghanem, Muna Dajani und Trish Kahle über Energiegerechtigkeit in der arabischen Welt.

Das unabhängige Online-Magazin Jadaliyya, herausgegeben vom Arab Studies Institute, hat nun eine ausführliche Dokumentation ihrer Diskussion veröffentlicht. Die Teilnehmenden diskutierten auf der Grundlage ihrer individuellen Forschungsarbeiten das Konzept der Energiegerechtigkeit und wie dieser Begriff engagierte Wissenschaftler*innen, die sich auf Energieinfrastruktur spezialisiert haben, zusammenbringen kann.

Mit Blick auf die Forschungsarbeit seines Teams am ABI im Rahmen des Emmy-Noether-Projekts „Erneuerbare Energien – erneuter Autoritarismus? Die politische Ökonomie der Solarenergie im Nahen Osten und Nordafrika“ erklärt Benjamin Schütze: 

„Wir bestehen auf einem Forschungsansatz, bei dem Energie als soziales Verhältnis verstanden wird und kritisieren jede Art von Fetischisierung erneuerbarer Energien als vermeintliche generische Lösung für Arbeitslosigkeit, Klimakatastrophe und koloniale Kontinuitäten. Stattdessen untersuchen wir die Förderung, Umsetzung und Kritik an verschiedenen Energieprojekten und wann sie für gerechte und emanzipatorische oder aber für ungerechte, ausbeuterische und autoritäre Praktiken instrumentalisiert werden.“ 

Die Dokumantation ist in drei Teilen erschienen (auf Englisch):
Part 1, Part 2, Part 3

Newstyp:
Medienbeiträge