Warum manche Länder nicht aufholen
Die zentralfrikanische Republik gehört zu den ärmsten Länder der Welt. Dort stagniert die Entwicklung seit Jahrzehnten auf sehr niedrigem Niveau. Tim Glawion zeigt im Katapult-Magazin, dass Hilfsmaßnahmen und Förderprogramme häufig die Bedürfnisse der Bevölkerung nicht im Blick haben: „[I]nternationale Förderländer [haben] häufig andere Vorstellungen von wirtschaftlicher Entwicklung [...]. Entwicklungsprogramme verfolgen oft das Ziel, ärmere Länder stärker in die Weltwirtschaft einzubinden. Dafür sind die Industrialisierung und Spezialisierung dieser Staaten besonders wichtig. In Ländern wie der Zentralafrikanischen Republik leben die meisten Menschen jedoch von kleinbäuerlicher Landwirtschaft und vesorgen sich selbst. Die Programme gehen deshalb an ihrer Lebensrealität vorbei.“
Auch Konflikte und die verstärkte Förderung des Militärs mit externen Geldern, während öffenliche Leistungen vernachlässigt werden, stellen einen Grund dar. Das zeigt sich auch in anderen Ländern wie dem Südsudan und Somalia. Glawions Fazit: „Damit Entwicklungszusammenarbeit funktioniert, müssen die Maßnahmen [...] Strukturen vor Ort schaffen und die lokale Eigenverantwortung stärken“. Vor allem eine bessere Verbindung zwischen lokalen Lebenswelten und der globalen Wirtschaft spiele dabei eine zentrale Rolle.
Der Artikel ist auf der Webseite des Katapult-Magazins (Paywall) verfügbar.