ABI-Mitarbeiter Tim Glawion wurde von der Deutschen Welle zu seiner Einschätzung der aktuellen Lage im Südsudan interviewt. Wie kann ein neuer Bürgerkrieg in dem Land verhindert werden?
Im Südsudan spitzen sich die Machtkämpfe zwischen dem Präsidenten Salvar Kiir und dem Oppositionsführer Riek Machar zu. Gleichzeitig droht eine militärische Eskalation und der Ausbruch eines Bürgerkriegs. Dies ist besonders verheerend, denn mehr als Dreiviertel der Bevölkerung im Südsudan sind bereits Hungersnot, Überschwemmungen, und Gewalt ausgesetzt. Die politischen Spannungen im Land halten bereits seit Jahrzehnten an, betont Glawion. Seit der Unabhängigkeit 2011 habe sich das Land immer stärker militarisiert, zivile Stimmen spielen im politischen Diskurs kaum eine Rolle. Der Konflikt weitet sich zudem auf die Region aus.
Für einen Frieden braucht es laut Glawion eine gemeinsame Stimme der internationalen Gemeinschaft, die Druck auf beide Parteien ausübt. Sein Fazit: „Alle Kriegstreiber müssen abtreten, eine zivile Übergangsregierung muss gebildet werden, die Wahlen und notwendige humanitäre Hilfe organisieren kann“.
Der Artikel ist auf der Webseite der Deutschen Welle verfügbar.