ABI-Mitarbeiterin Viviana García Pinzón teilt in diesem Artikel der DW ihre Expertise zum umstrittenen Friedensabkommen zwischen der kolumbianischen Regierung und dem Drogenkartell Ejército Gaitanista de Colombia (EGC), bekannt als „Clan del Golfo”.
Die kolumbianische Regierung unter Gustavo Petro unterzeichnete mit dem Kartell zuletzt zwei neue Protokolle zur Stärkung der Transparenz und der Koordination des Friedensprozesses, der in Katar stattfindet. Doch dies hat der kolumbianischen Regierung nun heftige Kritik eingebracht, die sich insbesondere auf fehlende Garantien bezieht. Bereits zuvor sind die Verhandlungen für ihren fehlenden rechtlichen Rahmen und dafür, dass kein Waffenstillstand gefordert wird, kritisiert worden.
Viviana García Pinzón betont in ihrer Einschätzung die rechtliche Fragilität des Prozesses: „Zu den vielen Hindernissen, die die Politik der Regierung nicht überwinden konnte, gehört die Verabschiedung eines Rechtsrahmens, der im Falle krimineller Gruppen die Strafverfolgung erleichtert. Er befindet sich derzeit im Kongress, aber es ist unklar, ob er tatsächlich verabschiedet wird.“ Die Forderung des Waffenstillstands schätzt sie jedoch als zu früh ein, da sich die Verhandlungen noch in einem Prozess des Vertrauensaufbaus befänden.
Der Artikel ist auf der Webseite der DW auf Spanisch verfügbar.