Neues Abkommen zwischen den USA und Uganda
ABI-Mitarbeiterin Franzisca Zanker und Ronald Kalyango Sebba (Kyambogo University) analysieren in The Conversation das neue Migrationsabkommen zwischen Uganda und den USA. Sie fragen: Was bedeutet es für den breiteren Kontext der Externalisierung des US-Grenzregimes?
Im August 2025 unterzeichnete Uganda ein neues Abkommen mit den USA: Das ostafrikanische Land erklärt sich bereit, Asylsuchende aus den USA aufzunehmen, insbesondere jene, die aus Sicherheitsgründen nicht in ihre Herkunftsländer zurückkehren können. Offiziell betont Uganda seine humanitäre Tradition, doch hinter dem Abkommen stehen komplexe politische und wirtschaftliche Interessen. Gleichzeitig spielen globale Asymmetrien und Abhängigkeiten von Entwicklungsgeldern eine große Rolle darin, dass der Globale Norden sein Migrationsmanagement in afrikanische Länder auslagert.
Uganda weist eine lange Geschichte im Schutz von Flüchtlingen auf - jedoch leben viele der derzeit 1,8 Millionen Flüchtlinge und Asylsuchenden in Uganda unter prekären Bedingungen. Gleichzeitig ändert sich langsam die Einstellung der ugandischen Bevölkerung gegenüber Migranten sowohl auf sozialer als auch auf politischer Ebene ins Negative. Das Abkommen enthält keine Details zur vorübergehenden Unterbringung von aus den USA abgeschobenen Personen oder zum Verfahren zur Feststellung des Flüchtlingsstatus.
Der Artikel ist auf der Webseite von The Conversation verfügbar.