| Konferenz "Housing and integrating refugees": Nachbericht

Das Arnold-Bergstraesser-Institut (ABI) organisierte gemeinsam mit Caritas international und der Katholischen Hochschule Freiburg eine Konferenz zum Thema: „Housing and Integrating Refugees: Innovative Best Practices from around the Globe“ im April 2018. Das Ziel der Konferenz war es 1) praktische und originelle Lösungen für Unterbringung und Integration Geflüchteter zu finden, 2) Expertise aus dem Globalen Süden für den Globalen Norden aufzuzeigen und 3) die Praxis und Wissenschaft zusammen zu bringen.

Um diese ambitionierte Aufgabe zu bewältigen, kamen 125 Vortragende, Geflüchtete, Wissenschaftler*innen, Studierende und Praktiker*innen in den Räumlichkeiten der Caritas international zusammen, um zwei Tage zu diskutieren und sich über Ideen zum Thema der Konferenz auszutauschen. Das Programm setzte sich aus verschiedenen Veranstaltungsformaten zusammen. So gab es mehrere Keynote-Vorträge, die sich unter anderem mit Humanitarismus und Herausforderungen beim Schutz urbaner Vertriebener (Caroline Wanjiku Kihato, Universität Johannesburg) beschäftigten als auch mit einem Perspektivwechsel in der Arbeit mit Geflüchteten von Flüchtlingen als passive Schutzbedürftige zu Unternehmer*innen, die darauf warten ihr volles Potential auszuschöpfen (Killian Kleinschmidt, Innovation Planning Agency). Ebenso wurden gängige Bezeichnungen, wie “Best Practices“ im Rahmen von Integration und Unterbringung Geflüchteter hinterfragt (Katharina Inhetveen, Universität Siegen) und über das innovative Potential eines Matching Systems bei der Unterbringung und Umsiedlung Geflüchteter (Will Jones, Royal Holloway) diskutiert.

Die Keynote-Vorträge wurden durch Panels mit Beiträgen von praktischer wie auch wissenschaftlicher Seite abgerundet. Expertise kam von Rechtswissenschafler*innen, Sozialarbeiter*innen, Anthropolog*innen, Psycholog*innen, Stadtplaner*innen und Politikwissenschaftler*innen, die unter anderem zu Indonesien, Kenia oder Jordanien arbeiten. Teilnehmende hatten außerdem die Möglichkeit während mehrerer Break-Out-Groups und einer Poster-Sitzung mit Vortragenden tiefergehend zu diskutieren. Zudem waren mehrere Geflüchtete selbst unter den Vortragenden und Teilnehmenden. Sie ermöglichten einen einzigartigen Einblick und halfen die Konferenz zu einer Veranstaltung zu machen, die mit statt über Geflüchtete spricht.

Gefördert wurde die Veranstaltung von der Deutschen Stiftung Friedensforschung und der UNO Flüchtlingshilfe. Das  Amt für Migration und Integration der Stadt Freiburg unterstützte die Konferenze auch, sowie das ABI und Caritas international.

Das vollständige Programm finden Sie hier.