Dienstag, 5. Mai 2020

Gefähr­liche Wüste. Maure­ta­niens anderer Umgang mit dem Jiha­dismus

Mauretanien setzte im vergangenen Jahrzehnt im Kampf gegen religiösen Extremismus nicht allein auf Sicherheitskräfte, sondern auch auf Kooperation mit der Bevölkerung und religiösen Autoritäten. Kann sich das Land während seiner „G5 Sahel“-Präsidentschaft französischer Militärpräsenz und dem Vordringen jihadistischer Kräfte widersetzen? Mehr hier.

Dienstag, 5. Mai 2020

How to improve the migration cooperation between the EU and Africa?

Franzisca Zanker und ihre KollegInnen untersuchten mit dem Forschungsprojekt "Die Politische Ökonomie der Westafrikanischen Migrationsgovernance - The Political Economy of West African Migration Governance (WAMiG) unter anderem die Migrationszusammenarbeit zwischen der EU und Afrika. Im Video, das zusammen mit dem 2020 MEDAM Assessment Report entstand, argumentiert sie zwei Lösungsvorschläge für den politischen Entscheidungsprozess.

Samstag, 2. Mai 2020

How to improve the migration cooperation between the EU and Africa?

Franzisca Zanker and her colleagues studied with the research project "The Political Economy of West African Migration Governance (WAMiG) the migration cooperation between the EU and Africa. In the video, which was produced together with the 2020 MEDAM Assessment Report, she argues two proposed solutions for the political decision-making process.

Samstag, 2. Mai 2020

Afrika-Zentrum Freiburg: Brücke für den Wissensaustausch

Startschuss für das neue Institut der Universität Freiburg, an dem fächerübergreifende Forschung gemeinsam mit afrikanischen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern erfolgen soll: Das Afrika-Zentrum für Transregionale Forschung (African Centre for Transregional Research/ACT) wird am 4. Mai 2020 mit Reden von Altbundespräsident Prof. Dr. Horst Köhler und Prof. Dzodzi Tsikata, Direktorin des Instituts für Afrikastudien an der Universität von Ghana, offiziell eröffnet. Auch Baden-Württembergs Ministerin für Wissenschaft, Forschung und Kunst, Theresia Bauer, sowie Prof. Dr. Hans-Jochen Schiewer, Rektor der Albert-Ludwigs-Universität und Freiburgs Oberbürgermeister Martin Horn werden im Rahmen der Eröffnung sprechen. Die Feier findet aufgrund der Corona-Pandemie virtuell statt, die Redebeiträge sind auf der Website des Arnold-Bergstraesser-Instituts (ABI) abrufbar: www.arnold-bergstraesser.de/act

Das ACT ist ein fächerübergreifender Verbund von Forschungsinstituten sowie einzelner Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler. Der Fokus der Forschung liegt auf Regionen übergreifenden Studien mit Afrikabezug. Das Zentrum wird Forschende aus Afrika nach Freiburg einladen, damit diese zusammen mit hiesigen Wissenschaftlern globale Herausforderungen wie Migration oder ökologische Transformation untersuchen. „Gemeinsam organisierte Konferenzen, öffentliche Vorträge und frei zugängliche Publikationen von Forschungsergebnissen sollen ebenfalls dazu beitragen, einen globalen Wissenschaftsdialog zu fördern und den afrikanischen Stimmen mehr Präsenz und damit Einfluss zu geben“, erklärt Prof. Dr. Andreas Mehler, Direktor des ABI und Ideengeber für das ACT. Aufgrund der derzeitigen Pandemie mussten er und sein Team die ersten Schritte des neuen Instituts umplanen: „Wir würden uns freuen, wenn sich die Situation bald verbessert und wir richtig loslegen können. Dennoch überlegen wir, was auch nach Überwindung der Krise über Entfernung und mit digitaler Technik alles möglich ist, an das wir bisher nicht dachten. Ich hoffe aber, dass wir noch in diesem Jahr die Serie der „Freiburger Afrikagespräche“ wieder aufnehmen können.“

Das neue Institut der Universität Freiburg ist Teil der baden-württembergischen Initiative „Afrika im Blick“. Mit dieser will die Landesregierung bereits vorhandene Kooperationen mit Akteurinnen und Akteuren in Afrika sichtbar machen sowie Ausbaumöglichkeiten für vertiefende Kooperationen aufzeigen. Das ACT soll in diesem Rahmen auch ein Dienstleistungszentrum im Land Baden-Württemberg für den Austausch mit Afrika in Wissenschaft und Gesellschaft sein: Beispielsweise können sich afrikanische Studierende und Forschende beim Freiburger Zentrum über Studiums- und Berufsoptionen in Lehre und Forschung in Europa informieren.

Statements

„Das ACT füllt als Teil einer globalen Gemeinschaft von Zentren für Afrikastudien eine wichtige Nische aus. (…) Selten haben afrikanische Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler die Ressourcen, um in anderen afrikanischen Ländern zu forschen, geschweige denn über Afrika hinaus. Als Forscherinnen und Forscher in Ländern und deren Bevölkerung außerhalb Afrikas zu sein, ist weit mehr als die geographischen Grenzen der Wissensproduktion in Afrika zu erweitern. Es geht bis zum Kern der Politik der Wissensproduktion, Afrikaner als Wissenschaftler und Wissensträger zu normalisieren, die zwar von anderswo kommen mögen, sich aber mit ähnlichen Fragen auseinandersetzen: Was es bedeutet, Mensch zu sein.“ Prof. Dzodzi Tsikata, Direktorin des Instituts für Afrikastudien an der Universität von Ghana

„Die Corona-Pandemie macht derzeit auf brutale Weise klar, wie sehr die menschlichen Existenzen auf unserem Planeten miteinander verbunden sind. Transregionale Forschung tut not. Wir brauchen mehr Wissen und mehr Bewusstsein über die globalen Abhängigkeiten, die unser aller Leben prägen. Das neue Afrika-Zentrum in Freiburg will (…) einen Beitrag dazu leisten, Verflechtungen sichtbar zu machen und globale Wissensasymmetrien abzubauen. Und es will dabei nicht nur über Afrika, sondern mit Afrika forschen.“ Prof. Dr. Horst Köhler, Bundespräsident a.D.

„Afrika in seiner Vielfalt und Verschiedenheit ist ein dynamischer Kontinent, ein junger Kontinent mit einem großen Bildungshunger und einer großen Innovationskraft. Wir brauchen Afrika als Partner, wenn wir die großen globalen Menschheitsherausforderungen angehen wollen.“ Theresia Bauer, Ministerin für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg

„Das ACT fungiert als Gastgeber für afrikanische Forscherinnen und Forscher, die aus eigenem Erkenntnisinteresse und damit thematisch offen ihre Forschungsagenden setzen. Gleichzeitig möchten wir zusammen mit afrikanischen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern an Lösungen für die globalen Herausforderungen wie Migration, Rassismus oder ökologische Transformation arbeiten. Die afrikanische Perspektive ist unabdingbar für eine nachhaltige und gesamtgesellschaftlich gerechte Entwicklung weltweit und muss deshalb in die aktuelle Forschung zu gegenwärtigen Fragstellungen einbezogen werden. Wir tun dies mit dem ACT quer zu allen Disziplinen: in den Geistes- und Sozialwissenschaften ebenso wie in den Natur- und Lebenswissenschaften oder den Rechtswissenschaften.“ Prof. Dr. Hans-Jochen Schiewer, Rektor der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg

"Afrika ist ein Kontinent, der oftmals auf wenige, leider zudem auch negative Schlagworte reduziert wird, und das vollkommen zu Unrecht. [...] Deswegen freue ich mich überaus, dass wir hier in Freiburg an der Universität ein Afrikazentrum für Transregionale Forschung erhalten werden. Wir brauchen diese Forschung, wir brauchen solides Fachwissen, wir brauchen vor allen aber auch einen menschlichen und akademischen Austausch." Martin Horn, Oberbürgermeister der Stadt Freiburg

Foto Freiburg: Thomas Kunz

Mittwoch, 29. April 2020

ABI researchers write about the Corona Pandemic

The weakening of the Peruvian police in times of crisis: What are the consequences for the population & democracy of the Peruvian "Police Protection Law", which was passed against the spread of the corona virus? Mehr hier.

'Impossible to self-isolate,' Refugees in Indonesia fear coronavirus outbreak: How do Rohingya refugees fight against the spread of coronavirus in an Indonesian refugee camp? A blog post by Antje Missbach explores this question. Mehr hier.

South Africa’s xenophobic agenda is impeding its coronavirus response: How do those responsible for South African refugee policy react in pandemic times? Franzisca Zanker writes about this in "African Arguments". Mehr hier.

Coronavirus surges in Djibouti as population ignores measures: Benedikt Kamski comments on the actions of the government of Djibouti as "cautious and strategic", on the contrary in times without a virus, which can be marked by state violence. Mehr hier.

(A history of) containment on Galang Island: In "Inside Indonesia" Jemma Purdey and Antje Missbach write about island of Galang, more than 1200 kilometres from Jakarta, and an initiative of the Indonesian government to contain the corona pandemic by building a hospital within 4 weeks. More.

Mittwoch, 29. April 2020

ABI-ForscherInnen schreiben über die Corona-Pandemie

The weakening of the Peruvian police in times of crisis: Welche Konsequenzen für Bevölkerung & Demokratie hat das peruanische “Police Protection Law", was gegen die Ausbreitung des Coronavirus erlassen wurde? Mehr hier.

'Impossible to self-isolate,' Refugees in Indonesia fear coronavirus outbreak: Wie kämpfen Rohingya-Flüchtlinge gegen die Verbreitung des Coronavirus in einem indonesischen Flüchtlingslager? Ein Blogbeitrag von Antje Missbach geht dieser Frage nach. Mehr hier.

South Africa’s xenophobic agenda is impeding its coronavirus response: Wie reagieren die Verantwortlichen für die südafrikanische Flüchtlingspolitik in Pandemie-Zeiten? Franzisca Zanker schreibt darüber in "African Arguments". Mehr hier.

Coronavirus surges in Djibouti as population ignores measures: Benedikt Kamski kommentiert das Vorgehen der Regierung von Dschibuti als von "Vorsicht gesprägt und strategisch", im Gegenteil zu Zeiten ohne Virus, die durch staatliche Gewalt geprägt sein können. Mehr hier.

(A history of) containment on Galang Island: In "Inside Indonesia" schreiben Jemma Purdey und Antje Missbach über die über 1200 Kilometer von Jakarta entfernte Insel Galang und eine Initiative der indonesischen Regierung zur Eindämmung der Koronapandemie durch den Bau eines Krankenhauses innerhalb von 4 Wochen. Mehr hier.