Die Teilnehmenden des Workshops im Garten des ABI.
| © ABIVom Campus zur Auseinandersetzung: Jugendaktivismus gegen Autoritarismus in Asien. Akademischer Workshop, Journal-Ausgabe und künstlerische Interventionen
Zwischen März und November 2025 realisieren die ABI-Mitarbeitenden Anas Ansar, Teresa Jopson und Ann Philipp das von der Global Unit for Democracy and Human Rights der Heinrich-Böll-Stiftung finanzierte Projekt.
Das Projekt untersucht die aktuelle Welle des Jugendaktivismus gegen Autoritarismus und dessen Erscheinungsformen innerhalb und außerhalb Asiens. Das Projekt besteht aus zwei unterschiedlichen, aber miteinander verbundenen Komponenten: einer akademischen und einer zivilgesellschaftlichen.
Teil 1: Autor*innenworkshop am ABI in Freiburg (26.–27. Juni 2025)
Der Workshop führte 15 Nachwuchswissenschaftler*innen (insbesondere aus dem Gobalen Süden) zusammen, die aus verschiedenen disziplinären Blickwinkeln und anhand unterschiedlicher Fallstudien zusammen, die sich mit politischen Jugend- und Studentenbewegungen gegen autoritäre Regime in ganz Asien befassen. Der Workshop bot einen dynamischen und intellektuell anregenden Raum für den Austausch unter Kollegen, kritisches Feedback und maßgeschneiderte Beratung, um die Manuskripte für die Veröffentlichung im Jahr 2026 zu verbessern. Die Teilnehmer*innen befassten sich mit einer Vielzahl von Themen, die die Lebendigkeit und Komplexität des zeitgenössischen Widerstands der Jugend in Asien widerspiegeln – von der Lebensmittelpolitik in Indien und künstlerischem Widerstand in Hongkong bis hin zur LGBT-Bewegung in China und den pro-demokratischen Jugendprotesten in Thailand. Lesen Sie den Bericht hier. Auf der Grundlage dieses Workshops wird das Journal International Quarterly for Asian Studies der ABI im Jahr 2026 eine eigene Ausgabe veröffentlichen.
Teil 2: Fotoausstellung zu den Aufständen 2024 und öffentliche Podiumsdiskussion mit Akteur*innen der Revolution in Bangladesch (6. August 2025 in Dhaka, Bangladesch)
Um die Beiträge von Kunstschaffenden und Aktivist*innen zu würdigen, organisierte das ABI gemeinsam mit der North South University (NSU) in Dhaka einen Dialog und eine dreitägige Fotoausstellung zum Jahrestag der Protestbewegung vom Juli 2024. 380 Personen nahmen daran teil, darunter die Vorsitzenden der politischen Parteien und aktivistischen Bewegungen Bangladeschs, Familienangehörige der 2024 getöteten NSU-Studierenden und Dr. Bernd Spanier, Gesandter der Europäischen Union in Bangladesch. Die Veranstaltung wurde von den bangladeschischen Medien ausführlich dokumentiert. Weitere Veröffentlichungen sind geplant. Den vollständigen Bericht finden Sie hier.
Publikationen
Die Diskussionen während der öffentlichen Podiumsdiskussion hatten eine klare Botschaft: Die Juli-Revolution konnte einen neuen politischen Raum eröffnen, es bedarf jedoch bedachter Handlungen um einen währenden demokratischen Wandel zu erzielen. Die Politikempfehlungen in diesem Policy brief beziehen sich direkt auf die Bedenken der Diskussionsteilnehmenden, auf die Erlebnisse von Familien Getöteter, und auf Bestrebungen der Studierenden und des Lehrkörpers. Er ist zum Download als PDF verfügbar (auf Englisch):
Dazu dokumentiert dieses Booklet die Fotoausstellung in Dhaka vom August 2025. Das Booklet fängt Eindrücke von der Eröffnung der Ausstellung und die vielfältigen Fotos und Kunstwerke, die ausgestellt wurden, ein. Es ist in der Bibliothek des ABI verfügbar.