Über ACT

Das Afrika-Zentrum für Transregionale Forschung (ACT) am ABI und an der Universität Freiburg ist Gastgeber für afrikanische ForscherInnen, die aus eigenem Erkenntnisinteresse und damit thematisch offen ihre Forschungsagenda setzen. Dabei findet im Sinne des neuen Ansatzes eines reziproken Forschens ihre Datenerhebung in Europa statt, um globale und transregionale Phänomene bzw. Herausforderungen aus afrikanischer Perspektive mit Blick auf europäische Empirie zu erforschen. Die Forschungsergebnisse werden von ihnen in Europa präsentiert und open access veröffentlicht, um einer exkludierenden, oft eurozentrischen Wissensproduktion und -verbreitung entgegenzuwirken. Das Afrika-Zentrum plant in diesem Zusammenhang für die kommenden Jahre mehrere international sichtbare Fachkonferenzen und themenspezialisierte kleinere Veranstaltungen in Freiburg und Stuttgart. Außerdem zielt das Afrika-Zentrum darauf ab, ein differenziertes Bild afrikanischer Wirklichkeit in die breite Öffentlichkeit, die Stadtgesellschaft Freiburg und darüber hinaus, zu etablieren, bspw. im Rahmen der Freiburger Afrikagespräche, die im Juni 2019 in Zusammenarbeit mit dem Colloquium Politicum gestartet sind und der Afrika Filmreihe in Zusammenarbeit mit dem akademischen Filmclub.

Das ACT ist ein fakultätsübergreifender Verbund von Forschungs- und Infrastruktureinrichtungen sowie einzelner WissenschaflerInnen, organisiert als universitäres Zentrum und lokalisiert im Gebäude des Arnold-Bergstraesser-Instituts. Die Förderung exzellenter Forschung auf dem Gebiet der transregionalen Studien bzw. vergleichenden Regionalstudien als Potenzialfeld der Universität Freiburg mit afrikanischem Bezug stehen im Fokus von ACT. Außerdem beschäftigt sich ACT unter Einbezug von Perspektiven aus dem ‚Globalen Süden‘ mit dem Schlüsselthema ‚Sustainability‘, welches innerhalb der Universität Freiburg als etabliertes Profilfeld anerkannt und ebenso von EUCOR – The European Campus als eins von vier zentralen Themen der Oberrhein-Region definiert ist. ACT wird ein Kernelement der Internationalisierungsstrategie der Universität Freiburg, indem es den Austausch mit afrikanischen ForscherInnen entscheidend erleichtert und den Afrikaschwerpunkt in Freiburg deutlich sichtbar macht.

Annika Hampel ist Ansprechpartnerin für das im Aufbau befindlichen Afrika-Zentrums.

ACT wird parallel zum Maria Sibylla Merian Institute for Advanced Studies in Africa (MIASA) aufgebaut. MIASA ist ein internationales Forschungskolleg an der Universität Ghana in Legon, Accra. Das Institut fördert die Zusammenarbeit ghanaischer Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler mit internationalen Kolleginnen und Kollegen über Disziplinen und Ländergrenzen hinweg. Um dieses Ziel zu erreichen, vergibt das Forschungskolleg Stipendien für Nachwuchsforscherinnen und -forscher sowie für etablierte Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, die in der Projektvorphase von 2018 bis 2020 zu dem übergeordneten Thema Sustainable Governance arbeiten.

MIASA setzt sich für den Abbau globaler Asymmetrien in der Wissensproduktion und eine stärkere Zusammenarbeit von Forschenden aus dem anglophonen und dem frankophonen Afrika ein. Das vorangestellte Ziel von MIASA ist, die weltweite Sichtbarkeit der geistes-, sozial- und kulturwissenschaftlichen Forschung von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern aus Subsahara-Afrika zu erhöhen.

Das Arnold-Bergstraesser-Institut (ABI) ist am Aufbau von MIASA, genauso wie am Aufbau von ACT, maßgeblich beteiligt. Gleichzeitig beriet das ABI die Landesregierung Baden-Württembergs bei der Initiative "Afrika im Blick", die die vorhandenen Kooperationen von baden-württemberigen Akteuren in Afrika sichtbarer machen und Ausbaumöglichkeiten einer vertieften Kooperation mit Afrika aufzuzeigen soll.

Weitere Informationen über MIASA finden Sie unter: https://www.ug.edu.gh/mias-africa/