VAD-Tagung 2022 „Afrika-Europa: Reziproke Perspektiven“ - Call for Papers

Liebe Freunde und Interessierte des Arnold-Bergstraesser-Instituts,

die VAD-Konferenz 2022 in Freiburg thematisiert unter dem übergreifenden Thema „Afrika und Europa: reziproke Perspektiven“ Prozesse der Koproduktion von Wissen sowie der gegenseitigen Infragestellung unterschiedlicher Denkweisen. Beachten Sie den Call for Papers anbei, Deadline ist der 31. Januar 2022.

Die ALMA Research Series (Donnerstag, 9.12. 12:30 Uhr, Zoom) wendet sich diesmal Asien zu: In der Zanskar-Region leben überwiegend BuddhistInnen, MuslimInnen stellen die Minderheit. Salomé Deboos ist Ethnologin, forscht u.a. zu Zugehörigkeiten und Identitäten in dieser Region. Sie fragt im Vortrag nach dem Wandel im Prozess der Identitätsbildung unter den im Zanskar-Tal lebenden Menschen: Sind sie in erster Linie Teil einer religiösen Zugehörigkeit oder ihres Wohnorts?

Wir freuen uns über Ihr Interesse an unserer Forschung.

Das Team des ABI

 

In den lokalen Reisebüros der Region Zankskar arbeiten in hauptsächlich BuddhistInnen, die vom internationalen Tourismus profitieren. Auf der anderen Seite ist Zanskar auf politischer Ebene vom Bezirk Kargil abhängig, der hauptsächlich von MuslimInnen bewohnt wird. Daher ist die Zugehörigkeit zu einer muslimischen oder buddhistischen Identität zu zwei verschiedenen Identitäten geworden, die sich durch politische und wirtschaftliche Aspekte unterscheiden. Salomé Deboos ist Ethnologin und fragt im Rahmen der ALMA Research Series: Gehören die BewohnerInnen des Zanskar-Tals in erster Linie zu ihrer Religion oder zu ihrem Wohnort?
Das Africa Centre for Transregional Research organisiert die nächste VAD-Konferenz 2022 in Freiburg. Diese Konferenz thematisiert unter dem übergreifenden Thema „Afrika und Europa: reziproke Perspektiven“ Prozesse der Koproduktion von Wissen sowie der gegenseitigen Infragestellung unterschiedlicher Denkweisen. Dabei werden politische und epistemologische Verschränkungen offengelegt und auch ungewöhnliche Blickwinkel eröffnet. Dies soll neue Formen der Zusammenarbeit erschließen und die bestehenden weiterentwickeln. Erfahrungen mit partnerschaftlicher Forschung und ihren Herausforderungen sollen dabei zu Analysen führen, in denen auch Fragen fortbestehender Exklusion und mangelnder Repräsentativität von Lehre und Forschung sowohl in den auf Afrika bezogenen Studien als auch in den „European Studies“ berücksichtigt werden. Der Call for Papers ist bis zum 31. Januar 2022 geöffent, wir freuen uns auf spannende Einreichungen.
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