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Chad

Helga Dickow in The Conversation: Vier Dinge, die Mahamat Déby getan hat, um an der Macht zu bleiben

Militärs in N'Djamena/Tschad

Militärs in N'Djamena/Tschad

| © Helga Dickow

Der Wahlkampf für die Präsidentschaftswahlen im Tschad wurde am Sonntag, den 14. April 2024, in der Hauptstadt N'Djamena offiziell eröffnet. Während Interimspräsident Mahamat Idriss Déby eine große Versammlung direkt vor dem Präsidentenpalast für Mitglieder der Regierung, des Militärs und verschiedener politischer Parteien abhielt, führte Premierminister Succès Masra - begleitet von einer Menge hauptsächlich junger Anhänger - einen großen Konvoi durch die Stadt.

Die Wahl findet am 6. Mai 2024 statt und beendet eine dreijährige Übergangsphase, die von Mahamat Déby nach dem plötzlichen Tod seines Vaters Idriss Déby Itno im April 2021 geführt wurde. Helga Dickow argumentiert, dass das dreijährige Übergangsprogramm des Tschad ein einziges Ziel verfolgte: den langfristigen Machterhalt von Mahamat Déby. In einem Artikel für The Conversation, zeigt sie vier Strategien auf, die Mahamat Déby nutzt, um an der Macht zu bleiben.

Der englische Artikel ist auf der Webseite von The Conversation auf Englisch und Französisch zu lesen.

 

Weitere Beiträge Helga Dickows zu dem Thema:

 

Staatskrise und Wahlen im Tschad: Helga Dickow von DW zitiert

Militärs im Tschad 2023, Helga Dickow
Militärs im Tschad 2023 | Foto: Helga Dickow

Blutiger Machtkampf um die Vorherrschaft im Tschad

„Zwei Monate vor der Präsidentschaftswahl im Tschad töten Sicherheitskräfte einen führenden Oppositionspolitiker. Übergangspräsident Mahamat Déby geht auch gegen andere Gegner vor. Experten zeichnen ein düsteres Bild. (...)

Die deutsche Politologin Helga Dickow ist gerade erst von einer Reise in den Tschad zurückgekehrt, wo sie Yaya Dillo noch wenige Tage vor seinem Tod getroffen hatte. Dickow, die am Arnold Bergstraesser Institut in Freiburg arbeitet, berichtet, dass Dillo sich erst vor Kurzem mit dem jüngeren Bruder des verstorbenen Präsidenten, Salaye Deby, verbündet hat. Das könnte für Mahamat Deby zu viel gewesen sein, vermutet sie.

"Yaya Dillo hatte eine Untersuchung zum Tod von Idriss Déby gefordert, und Salaye Déby hat immer gesagt, er wisse, was passiert ist", so Dickow. Im Jahr 2021 kämpfte die tschadische Armee im Norden des Landes gegen Rebellen, Präsident Déby kam bei einem Besuch an der Front ums Leben. "Es gibt Leute im Tschad, die sagen, dass sowohl Mahamat Déby als auch sein persönlicher Assistent eine Rolle beim Tod von Idriss Déby gespielt haben."“

Der Artikel ist auf Deutsch hier lesbar und auf Englisch hier.

Helga Dickow zu den neuesten Entwicklungen im Tschad in The Conversation

Militärs im Tschad 2023, Helga Dickow
Militärs im Tschad 2023 | Foto: Helga Dickow

Vor drei Jahren starb der Präsident des Tschad, Idriss Déby Itno. Nach seinem Tod übernahm eine Übergangsregierung die Macht. Doch der erhoffte Übergang zur Demokratie ist nicht zustande gekommen. 

Tschader*innen hofften auf ein Referendum die Wiedererstellung der konstitutionellen Ordnung und Wahlen im Oktober 2024. Nach dem umstrittenen Verfassungsreferendum erweckt die Ernennung des Oppositionsführers Succès Masra zum Premiermisister jedoch erneut Bedenken. 

Helga Dickow argumentiert, dass diese dem Übergangspräsidenten Mahamat Idriss Déby zugute kommt - nicht der tschadischen Bevölkerung.

Den vollständigen Text (auf Englisch) finden Sie unter theconversation.com.

 

Frankreich und das Déby-Regime im Tschad: Helga Dickow in iz3w

Foto "Mit erhobener Waffe: Militärs im Tschad 2023"
Mit erhobener Waffe: Militärs im Tschad 2023 | Foto: Helga Dickow

Hochgestreckte Fäuste und antifranzösische Parolen: Die Bilder von den militärischen Machtübernahmen in den Sahelstaaten Burkina Faso, Mali, Guinea und Niger ähnelten sich zuletzt stark. Es waren Putsche, die mitunter lautstark mit Massendemonstrationen begrüßt wurden. Auch westliche Beobachter*innen sehen darin inzwischen einen Protest der Jugend gegen Korruption und Perspektivlosigkeit sowie eine klare Ablehnung von Frankreichs Einfluss in der Region.

Ein anderes Bild zeigt sich hingegen im Tschad, zu dem Frankreich auch nach dem irregulären Machtwechsel 2021 enge Beziehungen unterhält. Dort kam Langzeitpräsident Idriss Déby Itno im April 2021 unter ungeklärten Umständen ums Leben, als die Rebellen vom Front pour l’alternance et la concorde erfolglos versuchten in Richtung Hauptstadt vorzurücken. In einem verfassungswidrigen Verfahren setzte daraufhin ein militärischer Übergangsrat den Déby-Sohn Mahamat als Präsidenten ein. Eigentlich hätte der Parlamentsvorsitzende als Übergangspräsident fungieren und innerhalb von 90 Tagen Wahlen ansetzen müssen - Helga Dickow, Tschadexpertin am ABI, erläutert.

Die gesamten Text von Helga Dickow finden sie hier.

Foto: Mit erhobener Waffe: Militärs im Tschad 2023 | Helga Dickow

Helga Dickow in The Conversation: Politische Gewalt und Prozesse der Demokratisierung im Tschad

Militärs im Tschad 2023, Helga Dickow
Militärs im Tschad 2023 | Foto: Helga Dickow

Im Tschad belastet die Ermordung des wichtigsten Oppositionsführers, Yaya Dillo, die für Anfang Mai angesetzten Präsidentschaftswahlen. Das Attentat auf Dillo fand am 28. Februar statt, als das Hauptquartier der Oppositionspartei „Socialiste sans Frontières“ (Sozialisten ohne Grenzen) in der Hauptstadt N'Djamena von Sicherheitskräften belagert wurde.

Das ist nicht das erste gewaltsame Vorgehen gegen die Opposition. Im Oktober 2022 töteten tschadische Sicherheitskräfte Hunderte von Demonstrierenden. Sie protestierten gegen die Verlängerung des Übergangsprozesses zur Demokratie von 18 auf 36 Monate und gegen die Entscheidung des Interimspräsidenten Mahamat Idriss Déby, bei den Präsidentschaftswahlen zu kandidieren.

Unsere Kollegin Helga Dickow erläutert in The Conversation, was dieses Ausmaß an Gewalt für das Land bedeutet.

Den vollständigen Artikel von Helga Dickow finden Sie auf der Webseite von The Conversation.

 

Helga Dickow zitiert in "EINE WELT"

Symbolbild Interview und Portrait von Helga Dickow

Der Tschad gilt als eines der am stärksten vom Klimawandel betroffenen Länder der Welt. Die Auswirkungen sind in allen Bereichen des Lebens spürbar. Eine kleine Gruppe von Umweltaktivistinnen und -aktivisten kämpft in dem Sahelstaat darum, mehr Bewusstsein für den Umweltschutz zu schaffen.

Helga Dickow teilt diesbezüglich ihre Expertise

Den vollständigen Artikel finden Sie hier (auch auf Englisch, Französisch und Italienisch).