3 Sätze über das Institut

Das Arnold-Bergstraesser-Institut (ABI) ist in den Bereichen vergleichende Regionalforschung und transregionale Studien eines der bedeutendsten Forschungsinstitute Deutschlands. Als unabhängige, gemeinnützige Forschungseinrichtung kooperiert das Institut mit der Universität Freiburg. Das Institut wurde 1960 gegründet und geht auf den damaligen Professor für Politikwissenschaften und Soziologie der Universität Freiburg, Arnold Bergstraesser, zurück.

Aktuelles

16. Februar 2021

Clemens Jürgenmeyer spricht in der Detektor-fm-Podcast Serie "Zurück zum Thema" über die Bauernproteste in Indien.

12. Februar 2021

Wie wirkt die Gentrifizierung in Tarlabaşı / Istanbul? Wie eine Invasion, die die dort lebenden Flüchtlinge hindert, für ihr Recht auf die Stadt zu kämpfen.

12. Februar 2021

MIASA ist ein internationales Forschungskolleg an der Universität Ghana in Legon, Accra und schreibt für 2022 Fellowships aus.

3. Februar 2021

ABI-WissenschaftlerInnen haben diverse Forschungs- und Regionalschwerpunkte & schauen mit diesem Wissen auf die Geschehnisse während der Corona-Pandemie.

Veranstaltungen / Termine

Diese Workshop-Reihe, angesetzt von November 2020 bis März 2021, dient sowohl der Diskussion von Papers, der Aufnahme von Gesprächen mit KollegInnen an anderen Orten als auch der gegenseitigen Vorstellung laufender Arbeiten.

2. März 2021 bis 23. März 2021

Die Konferenz versucht, das Verhältnis von Demokratie und Autoritarismus über die Grenzen des Nationalstaates hinaus zu verstehen. Sie erforscht sowohl die autoritäre Wende in demokratischen Kontexten als auch die Verhinderung von Demokratie durch Akteure wie China und bewertet damit die genannten Phänomene aus zwei Perspektiven. Die Hauptidee der Konferenz basiert auf der Tatsache, dass es wichtige, bisher unerforschte Gründe für eine autoritäre Wende gibt, jenseits einer Präferenz, politische Stabilität durch autoritäre Herrschaft aufrechtzuerhalten, anstatt sich mit den Herausforderungen der Demokratie auseinanderzusetzen, wie es in einigen Regionen zu beobachten ist.

17. März 2021 bis 19. März 2021

Publikationen

Andreas Mehler, Denis M. Tull and Miriam Glund have recently published a workingpaper in which they examine the motivations that underpin the organisation and dynamics of political dialogue in responding to political crisis in Africa. For this they explored comparatively the two recent cases Mali and Cameroon.

2021

Within the research project on Displacement in Africa, Kuyang Harriet Logo recently published a policy brief focussed on how forced displacement has affected South Sudan, in relation to its neighbours.

 

2021

Benedikt Kamski together with Edward G.J. Stevenson recently published an chapter on hydropower in Ethiopian Omo-Turkana Basin at "Lands of the future. Anthropological Perspectives on Pastoralism, Land Deals and Tropes of Modernity in Eastern Africa", edited by Echi Christina Gabbert, Fana Gebresenbet, John G. Galaty and Günther Schlee.

2021

Projekte und Kooperationen

Seit Oktober 2020 ist Susanne Kuss am ABI für die wissenschaftliche Kooperation mit Namibia zuständig. Im Rahmen der Namibia-Initiative des Ministeriums für Wissenschaft, Forschung und Kunst (MWK) des Landes Baden-Württemberg betreut sie das Teilprojekt, das den Genozid und Kolonialismus im ehemaligen Deutsch-Südwestafrika sowie deren Folgen für die deutsch-namibischen Beziehungen untersucht. Der Fokus liegt auf der Analyse von Schulbüchern beider Staaten. Dazu wird eine mit dem Africa Centre for Transregional Research (ACT) und dem Historischen Seminar der Universität Freiburg verbundene Dissertations-Stelle sowie eine deutsch-namibischen Kommission für die Erstellung von extracurricularen Unterrichtmaterialien eingerichtet.

Über mehrere Jahrzehnte seit der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts haben europäische Militärs, WissenschaftlerInnen und Kaufleute Kultur- und Alltagsobjekte, aber auch menschliche Überreste aus den damaligen Kolonien in ihre Heimatländer verbracht. So kommt es, dass Schädel, die dem afrikanischen Kontinent zugeordnet werden, in Freiburg  - in der sogenannten Alexander Ecker Sammlung - aufbewahrt werden. Die Sammlung beinhaltet auch menschliche Überreste, deren Erwerb und Nutzung aus heutiger Sicht ethisch und wissenschaftlich nicht als vertretbar gelten können; bei anderen ist der Erwerbsverlauf schwer zu rekonstruieren. Diese Fälle zu klären und gegebenenfalls die Repatriierung vorzubereiten, ist Aufgabe eines bei der Deutschen Stiftung Kulturgutverluste eingeworbenen Forschungsprojekts.

Autoritärer Urbanismus vereint mehrere Aktivitäten, die von der Forschung, einer FRIAS-Nachwuchsforscherkonferenz zur Konvergenz von Autoritarismus & Demokratie bis hin zu einer Einladung für Post-Doc-Stipendiaten aus dem globalen Süden für zwei halbjährige Stipendien in Zusammenarbeit mit der Rosa-Luxemburg-Stiftung reichen.

2020

Im Graduiertenkolleg „Imperien: Dynamischer Wandel, Temporalität und nachimperiale Ordnungen“ können junge Forschende zum Thema Wandel von Imperien forschen. Wie verändern sich Imperien über die Zeit? Welche wirtschaftlichen, politischen und sozialen Folgen hat ihr Zerfall für die sich lösenden Regionen, Nationen oder andere Gemeinschaften? In welchen Medien werden imperiale Traditionen verarbeitet und geformt? Mit welchem imperialen Erbe sind Imperien der Jetztzeit, Nachfolgestaaten oder größere Regionen mit einer kolonialen Geschichte konfrontiert? Imperien sind im politischen Diskurs und in populären Medien präsent. Innerstaatliche und internationale Krisen werden häufig auf ein imperiales Erbe zurückgeführt, nicht zuletzt auf dem afrikanischen Kontinent. An der Ausbildung der Nachwuchsforschenden sind elf Professorinnen und Professoren der Albert-Ludwigs-Universität beteiligt.

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